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Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Schreiber - Mühler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Juli 2010 09:35

Zitat:
Befahrbarkeit des Küstrinchenbaches
Die gesamte Strecke vom Gr. Küstrinsee (km 17,7) bis vor
Lychen (km 10) mit Mindestpegelregelung hat kleine befahrbare
Ministaus bekommen, die Wasserabgabe soll jetzt für
eine ganzjährige Befahrung reichen ?, der Telefonpegel
Bleibt zwar noch 2008 in Betrieb, wird dann aber abgeschaltet.
(Stromauf-Befahrung bleibt weiterhin verboten)
Das verfallene, z.zt. unbefahrbare Wehr am Biwakplatz Fegefeuer
(km 11,7) bekommt ein befahrbares Umleitungsgerinne
(Bauarbeiten sind im Gange, -wird zur Saison 08 fertig).

Na Klasse,
jetzt machen sich die Auswirkungen des Baues der Umfahrung an der Floßschleuse IV ( Fegefeuer ) Bemerkbar

Mann kann jetzt nämlich aus Wassermangel nicht mal mehr da Fahren

Von Fegefeuer runter zum Oberpfuhlsee ist so wenig Wasser das man mit Faltbooten gar nicht durch kommt und mit Kanus nur beschwerlich

Toll gemacht Förderverein für die Moore Optimal und für die Wasserwanderer oder den Tourismus eine Barriere gebaut

So ganz verstehen tu ich die Politik des Fördervereins sowieso nicht.

Die kaufen hier im Umkreis alle Seen auf und lassen die dann Verwildern so das keiner mehr durch kommt

Grüße aus der Schreiber - Mühle

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Kilian-nailik (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Juli 2010 12:25

Ähm...

ich als einer der dort noch nie fuhr, aber im Herbst von Feldberg nach Templin will, fragt sich nun:

Was heißt dein brummiger Beitrag? Ist die Küstrinchenverbindung keine Verbindung mehr?

Ist es ein Glücksspiel dort entlang zu kommen?

Mit besten Grüßen - Henri.

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Schreiber - Mühler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Juli 2010 20:38

Hy,
eine Verbindung besteht schon noch

Aber wie Gestern in der Templiner Zeitung stand

" Wasserwandern nur noch zu Fuß möglich "

und für Faltboote extrem schwierig

Ich kann allerdings nicht sagen wie es im Herbst aussieht.

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Slarti (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Juli 2010 21:50

darum heißt das doch auch wasser-WANDERN
so habe ich das von lettland in erinnerung
und darum liebe ich biber
aber das ist schon wieder ein anderes thema
wobei es gerade derart regtnet - der pegel dürfte gestiegen sein, oder?

winking smiley

viele grüße an die mühle, wir haben da bei ähnlichem wetter wie dem heutigen schon asyl gefunden
detlef

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: jan (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Juli 2010 14:17

Ja, stimmt schon, wenn <30cm im Bach sind sollte man gleich etwas weiter umtragen... Selbst mit >30cm wars seeeeehr knapp, die Muscheln werden dadurch bestimmt nicht sehr geschont.

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: der Forster (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. Juli 2010 13:14

ich habe gerade mal angerufen, weil ein familiäres Interesse an einem Innladurlaub besteht.
1. Pegel unter 30 cm...Srecke gesperrt
2. Waldbrandwarnstufe IV

Die Waldbrandwarnstufen ist nicht mehr aktuell

Frage: haben die Niederschläge der letzten Tage positive Auswirkungen auf den Pegel???

Thomas

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Schreiber - Mühler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. Juli 2010 14:09

Hallo aus Lychen,
um den Pegelstand zu heben muss es erst mal eine weile Regnen meine Erfahrung mit dem Pegel ist das wenn er erst mal zu ist vor Oktober nicht wieder aufgeht.

Selbst bei uns an der Schreiber - Mühle fehlen über 20 cm und wenn die wieder Aufgefüllt sind dann kann man mit der Öffnung des Küstrienbaches rechnen

Grüße aus der Schreiber - Mühle

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Stab HF (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26. Juli 2010 06:51

.........mit Mindestpegelregelung hat kleine befahrbare
Ministaus bekommen

......wäre ja auch zu schön um wahr zu sein gewesen. Aus den Erfahrungen der letzten 16 Jahre ist dieser Abschnitt i.d.R. bis max. 1 - 2 Aprilwoche und dann vieleicht ab Ende Oktober/Anfang November befahrbar. Beim ersten Befahren im Sommer 1994 haben wir uns die RZ-Haut auch beschädigt. Was mich nur immer wundert sind Aussagen von ehemaligen DDR-Usern, die sagen, früher wäre viel mehr Wasser im Bach gewesen und es hätte die Probleme nicht gegeben. Angeblich soll das mit der Fischzuchtanlage zusammenhängen.

Re: Zwischen Küstrinchen und Lychen
Autor: Isenhagen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26. Juli 2010 07:29

Zitat:
Stab HF
.........mit Mindestpegelregelung hat kleine befahrbare
Ministaus bekommen

mich würde schon mal interessieren was kleine befahrbare Ministaus mit Naturschutz zu tun haben? Solche Staus hat es im Küstrinchenbach nie gegeben, früher nicht, ganz früher nicht und gestern nicht. Hier verwirklichen doch nur einige zugezogene Naturparkfreunde mit Steuergeldern ihr anderswo erworbenes Bild eines persönlichen Landschaftsideals. Geschützt wird dort gar nichts, höchstens das eine gegenüber dem anderen bevorzugt. Und ganz nebenbei verschieben sie die Paddelsaison über die Pegelsteuerung in die Wintermonate und damit ins Abseits....dabei gibt das Wehr alles her um eine anständige naturverträgliche Befahrung aus Wasserreserven des Küstrinsees in den Sommermonaten zu ermöglichen. Aber sie haben ganz gute Manipulatoren dort in der Naturparkverwaltung....denen wird allerhand Geschwätz abgekauft. Da kann man nur froh sein wenn dem Staat das Geld knapper wird und auch dort ein wenig gekürzt wird so dass die Naturfreunde nicht noch mehr Spielchen veranstalten.

MfG

Iasenhagen

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Stab HF (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Juli 2010 11:55

....naja. wäre eben schön gewesen, wenn`s ne Lösung mit dem Pegel gegeben hätte. Die Umfahrungsschleife am Fegefeuer wäre auch nicht nötig, hätte man die alte Floßrutsche am Wehr gelassen. Da konnte man gut runterrutschen und Umtragen konnte man sich zumindest Richtung Lychen danmit sparen. Warum war das Ding eigentlich auf einmal weg ? Dafür hat man dann in Kauf genommen, dass alles mit den Booten durch den Wald trampelt. Aber wahrscheinlich war damals kein Geld für eine Instandsetzung vorhanden.........heute wird dafür gebuddelt.

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Lutze aus Berlin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. Juli 2010 10:00

Zum Wasser-Management am Küstrinchenbach habe ich keine klare
Meinung, aber zur Info: Der Rheinsberger Rhin ist momentan auch
nicht befahrbar.

Lutz

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Rene (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31. Juli 2010 01:12

Küstrinchen habe ich zum ersten mal 1987 befahren, umgestürzte Bäume, verfallene Wehre, Abenteuer pur! Wir sind aber in einem normalen Hochsommer gefahren, damals gab es keine Beschränkungen wegen des Pegels. Die Fischzucht kann auch nicht das Problem sein, die Fische trinken heute auch nicht mehr als zu ostzonalen Zeiten! winking smiley

off-topic: Erschüttert hat mich im letzten Jahr der Zustand des Rhins, umgestürzte Bäume, teilweise unter der Wasseroberfläche mit spitzen Ästen etc. Dass meine Kähne (RZ) heilgeblieben sind, ist ein Wunder. Frage mich, wie die ganzen unerfahrenen Leihbootfahrer in ihren Kanadiern da runter gekommen sind?

der Bach und sein Pegel
Autor: dörte (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31. Juli 2010 09:01

Ich habs schon mal geschrieben, aber in einem andern Kontext: Bis 1960 wurde in dieser Gegend noch geflößt. Auch das Küstrinchen wurde dazu benutzt ( Dafür die Floßgassen) Es gab dann Zuschusswasser. In dieser Zeit gab es trotzdem Flussperlmuschel und Bachneunauge.
Aber heute ist die Biotopsituation für die Natur und seltene Arten insgesamt instabiler geworden. Das könnte ich bei Bedarf näher erläutern. So dass ein Schutzsituation für die Natur gegeben ist. Am einfachsten wäre, ihn einfach zusperren.
Offensichtlich und Auffällig ist aber, dass der Wasserpegel des Baches fast das ganze Jahr, auch im Sommer , bis auf ein paar Wochen ziemlich kontinuierlich nur 2-3 cm unter der Grenze für eine mögliche Befahrung liegt.
In dem Jahr, als das Wehr in Küstrinchen gebaut wurde, war die Absperrung zum See wegen des Bauens höher als das Wehr eingestellt werden kann und es konnte der Überlauf nicht reguliert werden. Da war der Pegel sehr viele Wochen im Sommer über der magischen Grenze von 30 cm. Und der Bach befahrbar. Zugegeben, in diesem Sommer gab es auch viel Regen, aber es war keine außergewöhnliche Sintflut!
Wer also vermutet, dass der Pegel absichtlich unter diesen 30 cm gehalten wird, findet sich bestätigt.
Gut fände ich es, wenn das mal jemand, der dafür zuständig ist, zugibt, und die Gründe dafür benennt, z.B. Naturschutz. Aber so einfach ist es nicht, auch der Ponnykutscher hat was vom niedrigen Pegel ....
Und was die Einbauten angeht....da wurde zuviel versprochen und ich persönlich finde den Baustil zweifelhaft: ein renaturierter Flusslauf der mit Fleece ausgelegt ist, damit der neu gebaute Lauf so bleibt, Erlenpflanzungen am Ufer im Schatten ganz vieler Erlen und anderer Bäume, also mitten im Wald ....
Mein Eindruck , da wurde ein Standartmodul "Bachrenaturierung" eingebaut ohne es an den Ort anzupassen.
Dörte

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Isenhagen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06. August 2010 14:31

Nur noch 17 cm Pegel auf dem Bach aber die Wehrklappe in Küstrinchen ist hoch, höher gehts nicht. Der Küstrinsee randvoll. Und die Aussichten werden schlechter so jedenfalls die Suggerierung durch die Naturparkverwaltung im nachstehenden Artikel.

Isenhagen

Artikel vom 06.08.2010 aus dem Nordkurier

""""""Faltbootfahrermüssen derzeitkapitulieren
von Bernd SchillingLychen. Wassertouristen, die derzeit vom Lychener Oberpfuhl aus bachaufwärts in den Küstriner Bach hineinfahren - was ja bis zur Floßschleuse 4 regulär möglich ist -, haben derzeit nicht lange Freude an diesem ansonsten einmaligen Erlebnis. Schon auf halber Strecke müssen vor allem diejenigen kapitulieren, die mit Faltbooten unterwegs sind. Es ist einfach zu wenig Wasser im Bach. Grundberührungen sind für die PVC-Bootshäute nicht ratsam, Boote aus Hartplaste nehmen das in der Regel hin. "Am 21. Juli hatte der BachPegel 17, das ist der niedrigste Wert, der jemals abgelesen wurde, seitdem im Jahr 1998 eine regelmäßige Kontrolle eingeführt wurde", ist dazu von Dr. Rüdiger Mauersberger vom Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft zu erfahren. "Inzwischen könnte der Pegelstand sogar noch weiter gefallen sein", vermutet Mauersberger. "Wenn nicht, wird er es bald tun, denn das Wehr, das am Hardenbecker Haussee den Zufluss Richtung Küstriner See und Küstriner Bach reguliert, ist seit mehreren Tagen komplett verschlossen." Die Wassernachlieferung wird also demnächst noch spärlicher und das auf Rot ge-stellte Pegelschild wird wohl noch längere Zeit das Stoppschild für das Befahren des Fließgewässers zwischen Biwakplatz Küstrinchen und Floßschleuse 4 sein. Der erforderliche Pegelstand von mindestens 30Zentimetern scheint angesichts der trockenen Witterung noch meilenweit entfernt. Auch die für das Oberpfuhlmoor dringend erforderliche Wasserhilfe dürfte momentan nahezu ausgesetzt sein.Besonders an jenen Stellen im Bach, an denen der Förderverein durch bauliche Eingriffe Sohlschwellen und -gleiten sowie Gerinne neu errichten ließ, damit der Wasserhaushalt des Oberpfuhlmoores positiv beeinflusst wird, werden in Zeiten akuten Wassermangels im Küstriner Bach zum Hindernis. "Die zunächst entstandene Kanalstruktur haben wir im letzten Winter beseitigt", erklärt dazu Rüdiger Mauersberger. "Das künstliche Gerinne ist jetzt genauso breit, wie der Bach bei Mittelwasser war." Die derzeit wegen des Minimalwasserstandes nur noch Wasser führende schmale Rinne ist die für viel Geld gebaute Fahrrinne für die Kanuten, die trotz Niedrigstwasser den Unterlauf zumindest bachabwärts befahren können.Dass im Unterlauf des Baches Sand- und Kiesbänke neu entstanden sind, registrieren Bootsfahrer durch das Knirschen ihrer auf den Untergrund auflaufenden Boote und - wenn die Kanus oder Kajaks beispielsweise mit umfangreicher Zeltausrüstung beladen sind, auch mal mit Zähneknirschen. Schon wieder "Wasserwandern"! Naturschützer dagegen finden diesen Bachzustand toll. "Endlich gibt es wieder Strukturen, wie sie jedes naturnahe Fließgewässer aufzuweisen hat", stellt Mauersberger fest. "Und wie sie im Zuge der EU-Wasserrahmenrichtlinie für einen guten ökologischen Zustand wieder geschaffen werden müssen." Wenn es dafür noch kein allgemeines Verständnis gebe, so beweise das nur, meint er, dass man so weit von der Natur entfremdet sei, dass man den über Jahrhunderte überformten Zustand am Küstriner Bach als normal annehme."Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen, und der jetzt abgelaufene Monat Juli wird als heißester seit Beginn der Messungen in die Annalen eingehen", stellt Dr. Mauersberger fest. Und er redet Klartext bezüglich der Wassermangelsituation im Küstriner Bach und daraus resultierender Folgen: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Bach zeitweise gar nicht mehr zu befahren sein wird. Noch nicht jetzt, aber vielleicht in wenigen Jahren.""""""

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Schreiber - Mühler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. September 2010 09:51

Hallo aus der Schreiber - Mühle,
freudige Nachricht, der Küstriner-Bach ist wieder durchgehend befahrbar.

Grüße aus der Schreiber - Mühle

Re: Zwichen Küstrinchen und Lychen
Autor: Isenhagen (IP-Adresse bekannt)
Datum: Gestern, 07:12

das ist so typisch und passt genau. Der Sommer ist ja auch vorbei. Aber es hat ja in den letzten Tagen auch soviel geregnet, dass der Küstrinsee einfach überläuft......trotzdem.....wer will sollte jetzt.....

Isenhagen



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